Archiv für März 2012

Nordenham: Nazis und die Todesstrafe

Nachdem ein 45jähriger Kirchenmusiker aus Nordenham den sexuellen Missbrauch an drei Kindern gestanden hat, belagerte am Samstag, 17.März eine Gruppe vermummter Neonazis das Haus des Täters, zerstörte Außeneinrichtungsgegenstände und versuchte, in das Haus einzudringen. Die Nazis flüchteten, fünf der vermutlich acht Personen wurden jedoch im Verlauf des Abends von der Polizei gestellt.

Die Neonazis entstammen demselben Personenkreis, der auch den gewalttätigen Übergriff auf eine Person in der Oldenburger Kaiserstraße sowie den Farbanschlag auf den jüdischen Friedhof zu verantworten hat.

Ortskenntnis dürfte vor allem der in Brake wohnende Kevin Sinzingr bewiesen haben. Das Mitglied der NPD-Oldenburg kommt aus Nordenham und ist aktiver Teil des NPD-Unterbezirks.


Kevin Sinzingr (mitte) aus Brake bei einem NPD-Aufmarsch in Bremen

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antifa-rhythmen und ein glas wasser

Die vierte Stadtratssitzung ist gelaufen und wir möchten uns bei allen Antifaschist_Innen bedanken, die auch dieses Mal wieder an den Protesten gegen den NPD-Mann Eigenfeld teilgenommen haben. Aus unserer Sicht war die rhytmische Protestaktion ein voller Erfolg – denn mehr als ein paar zusammenhanglose Satzfetzen konnten vom Faschisten nicht vernommen werden.

Die nächste Ratssitzung findet am 21. Mai statt und bis dahin können und werden wir uns wieder eine nette Überraschung überlegen.

Abschließend möchten wir uns der Zusammenfassung von regentied anschließen:
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27.03. – We are 146%

Der neuste Protest und die extreme Rechte in Russland

Seit den Parlamentswahlen Dezember 2011 entstand in verschiedenen Regionen Russlands eine neue Protestwelle. Anlass dazu waren die Parlamentswahlen, die durch massiven und offensichtlichen Betrug geprägt wurden. Hunderttausende Menschen sind auf die Straßen gegangen, um zu protestieren. Diese Protestwelle ist die Größte seit den früheren 90er Jahren geworden. Bis zur Präsidentschaftswahl im März gab es zahlreiche Protestaktionen und viele Ansätze zur Organisation. Es ist immer noch schwer einzuschätzen, welche Folgen diese für die Zukunft der Menschen in Russland haben kann. Klar ist aber, dass das gesellschaftliches Klima sich stark verändert hat. Es kann von einem Umbruch die Rede sein.

Am Protest haben sich viele Menschen beteiligt, die vorher nicht politisch aktiv waren. Das hat ein Impuls für die Entstehung zahlreicher neuen Initiativen und einen Schwung für die „alten“ politischen Gruppierungen gegeben. Auf den Protestveranstaltungen waren auch die extreme Rechte nicht zu übersehen, wodurch im „Westen“ viele Mythen entstanden.
Die Veranstaltung soll einen Überblick über die Entwicklung der Proteste und die Rolle der extremen Rechten geben.
Nach einem Vortrag wird es auch Raum für Fragen und eine Diskussion geben.

P.S. Die Parole „We are 146%“ wird auch erklärt!

Dienstag, 27.03. 20:30 Uhr Alhambra

Ratssitzung, die Vierte

Kaum ist die dritte Ratssitzung vorbei steht auch schon die Vierte in dieser Legislaturperiode an. Aus diesem Grund wollen und müssen wir auch am kommenden Montag, den 19.03.2012 wieder zahlreich ins PFL gehen, um den NPD-Ratsherrn Eigenfeld zu zeigen, dass es für Ihn keine ruhige und entspannte Ratssitzung geben wird.

Deshalb haben wir uns auch für den kommenden Montag wieder etwas wunderbares für Herrn Eigenfeld überlegt damit sein homophobes, rassistisches, sexistisches und antisemitisches Weltbild keinen anklang findet.

Damit es dem NPD-Mann noch deutlicher gemacht wird, dass er im Rat der Stadt Oldenburg und auch an jedem anderen Ort der Stadt nicht erwünscht ist, hoffen wir, dass sich die Ratsparteien wieder mit kreativen Protesten beteiligen. Dabei bleibt noch abzuwarten ob die CDU und die WFO das letzte Statement von uns verstanden haben, dass ein desinteressiertes sitzenbleiben und mit dem Tablet-PC ’spielen‘ keine intelligente Variante des Protestes gegen einen Nazi ist.

Wir wissen auch, dass eine Ratssitzung zwischenzeitlich sehr ermüdend sein kann. Es ist aber wichtig, dass möglichst viele bis zum Ende der Sitzung durchhalten, denn der NPD-Mann kann (leider) mehr als nur einen Redebeitrag in eine laufende Sitzung einbringen und letztlich soll Eigenfeld doch bis zum Ende zu spüren bekommen, dass wir ihn nicht inruhe lassen werden.

Wir freuen uns deshalb, wenn Ihr am kommenden Montag um 17:30 Uhr ins PFL kommt und euren Unmut gegen Ulrich Eigenfeld zum Ausdruck bringt.

Weitere Links zu dem Thema:
☞ »Er­neut Po­li­zei und Ord­nungs­dienst bei Rats­sit­zung« NWZ 17.​03.​2012

¿Qué Pasa?

Que Pasa?

Veranstaltung 1: We are 146% – Der neuste Protest und die extreme Rechte in Russland
Veranstaltung 2: Von Biedermännern und Brandstiftern“ in Rostock
Veranstaltung 3: Was tun, wenn’s brennt