antifa-rhythmen und ein glas wasser

Die vierte Stadtratssitzung ist gelaufen und wir möchten uns bei allen Antifaschist_Innen bedanken, die auch dieses Mal wieder an den Protesten gegen den NPD-Mann Eigenfeld teilgenommen haben. Aus unserer Sicht war die rhytmische Protestaktion ein voller Erfolg – denn mehr als ein paar zusammenhanglose Satzfetzen konnten vom Faschisten nicht vernommen werden.

Die nächste Ratssitzung findet am 21. Mai statt und bis dahin können und werden wir uns wieder eine nette Überraschung überlegen.

Abschließend möchten wir uns der Zusammenfassung von regentied anschließen:

Auch die 4. Rats­sit­zung seit dem Ein­zug eines NPD-​Man­dats­trä­gers in das kom­mu­na­le Par­la­ment wurde von an­ti­fa­schis­ti­schen Pro­tes­ten be­glei­tet. Am 19. März hat­ten sich etwa 60 An­ti­fa­schis­tIn­nen mit reich­lich Trans­pa­ren­ten auf den Be­su­che­rIn­nen­rän­gen des PFL ver­sam­melt, um dem NPD-​Rats­herrn Ul­rich Ei­gen­feld auch dies­mal keine ru­hi­ge und ent­spann­te Rats­sit­zung zu gön­nen.

Gegen halb Neun, beim Ta­ges­ord­nungs­punkt »Städ­ti­scher Haus­halt« ver­such­te Ei­gen­feld dann tat­säch­lich kurz das Wort zu er­grei­fen – mit mä­ßi­gem Er­folg. Rhyth­mi­sche, mit klei­nen Trom­meln be­glei­te­te Sprech­chö­re un­ter­bra­chen immer wie­der seine Hetz­re­de, wäh­rend alle Rats­frak­tio­nen außer der CDU und der FDP-​Grup­pe im Ple­nar­saal auf ver­schie­dens­te Arten ihren Pro­test kund­ta­ten. In der dar­auf fol­gen­den Sit­zungs­pau­se mach­te Ei­gen­feld dann noch Be­kannt­schaft mit sei­nem ei­ge­nen Was­ser­glas, wel­ches sich wie durch Geis­ter­hand (an­de­re Quel­len be­rich­ten auch von der Hand eines pfif­fi­gen An­ti­fas, wel­cher sich ge­schmei­dig in den Saal ge­schli­chen hatte) auf sei­nen Schritt ent­leer­te. Der nasse Ei­gen­feld be­klag­te sich an­schlie­ßend gar bit­ter­lich beim Rats­vor­sit­zen­den und bei den ein­ge­setz­ten Ord­nungs­be­am­ten – ge­bracht hat das aber nichts. Im wei­te­ren Ver­lauf der Sit­zung be­weg­te sich der NPD`ler dann lie­ber nicht mehr von sei­nem Platz.
Alles in einem also ein ge­lun­ge­ner, wenn auch wenig spek­ta­ku­lä­rer an­ti­fa­schis­ti­scher Pro­test. Mal sehen, was sich die Ak­ti­vis­tIn­nen für die nächs­te Sit­zung im Mai über­le­gen wer­den. Es bleibt also span­nend bei den noch kom­men­de Rats­sit­zun­gen in die­sem Jahr (21. Mai, 25. Juni, 16. Juli, 24. Sep­tem­ber, 26. No­vem­ber und 17. De­zember).

☞ »Li­ve­ti­cker: Rats­sit­zung vom 19. März« Lo­kal­teil 19.​03.​2012
☞ »Rats­sit­zung Ol­den­burg« NWZ 20.​03.​2012