Archiv für April 2012

08.05. – Esoterik in der Kritik

Hautcreme für den Babypopo von Weleda, biologisch-dynamische Karotten der Marke Demeter, Rudolf-Steiner-Brot im Naturkostladen und die Waldorfschule kennen viele, nicht aber die Weltanschauung, die dahinter steckt.

Der Journalist Peter Bierl, Autor des Buches „Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister“ (Neuausgabe 2005), beschäftigt sich in seinem Vortrag mit der Esotherik. Ein Teil davon ist die Anthroposophie mit ihrem Gründer Rudolf Steiner. Der Mann, der sich als Hellseher darstellte und von seinen Anhängern als „Menschheitsführer“ und Wiedergeburt von Aristoteles verehrt wurde, war überzeugt, dass nur die „weiße Rasse“ am Geiste schafft, während Asiaten dekadent, Schwarze überhitzte Triebwesen und Juden einseitig intellektuell seien und zersetzend wirkten. Die Deutschen rechnete der Guru einer fünften Wurzelrasse der Arier zu, die noch einige Jahrtausend führend sein solle. Die Anthroposophie steht in der Tradition der völkischen deutschen Romantik sowie der okkultistischen und lebensreformerischen Bewegung um 1900. In Steiners Anthroposophie spuken Engel und Dämonen, Volks- und Rassengeister, er mixte Versatzstücke aus Buddhismus, Hinduismus und Christentum mit darwinistischen Evolutionsvorstellungen und bürgerlichem Kulturpessimismus.
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Kein „Tag der deutschen Zukunft“

Keine Zukunft für Nazis! Rassistische Verhältnisse angreifen

Am 2. Juni 2012 wollen Nazis aus dem gesamten Bundesgebiet unter dem Motto “Tag der deutschen Zukunft – Unser Signal gegen Überfremdung” durch die Hamburger Innenstadt marschieren.

Nach dem die Faschist_innen bei ihrem letzten Aufmarschversuch am 1. Mai 2008 auf massiven und breiten Widerstand in Hamburg gestoßen sind, wagen sie nun nach über vier Jahren einen erneuten Anlauf. Dass ein solcher Versuch nicht ohne unsere Gegenwehr verläuft, versteht sich von selbst: Wir werden den Nazis entschlossen entgegentreten und ihre völkische Propaganda mit allen Mitteln und auf allen Ebenen angreifen.
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naziversammlung im wohnzimmer

Be­reits am 30. März ver­an­stal­te­te der NPD Un­ter­be­zirk Ol­den­burg im hei­mi­schen Wohn­zim­mer des brau­nen Rats­herrn Ul­rich Ei­gen­feld seine Jah­res­haupt­ver­samm­lung – na­tür­lich mal wie­der unter Po­li­zei­schutz. Nach der üb­li­chen End­sieg­rhe­to­rik be­schäf­tig­te sich das knap­pe Dut­zend der an­we­sen­den Nazis des da­nie­der­lie­gen­den Ver­ban­des mit der Neu­wahl des Vor­stan­des, wel­che auch keine spek­ta­ku­lä­ren Er­geb­nis­se er­brach­te: Neuer Vor­sit­zen­der ist nun Ul­rich Ei­gen­feld – sein Vor­gän­ger Eck­hard Aden wurde somit nach be­ach­tens­wert kur­zer Amts­zeit zum Stell­ver­tre­ter de­gra­diert. Schatz­meis­ter ist nach wie vor Ste­phan Möl­ler, Micha­el »Holz­lat­te« Meyer und An­dre­as Bö­se­le­ger sind nun Bei­sit­zer des Un­ter­be­zirks-​Vor­stan­des.
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Au­to­no­me 1. Mai-​De­mo

„so­li­da­ri­sie­ren, or­ga­ni­sie­ren, an­eig­nen – welt­weit! So ra­di­kal wie die Wirk­lich­keit!“

solidarisieren…
Seit 2008 befindet sich der Kapitalismus in einer Krise – sie ist nicht die Erste und wird auch nicht die Letzte bleiben. Die Krise bringt mit äußerster Brutalität zu Tage, was schon immer Bestandteil des Systems Kapitalismus war: massive Privatisierungs- und Sparmaßnahmen verursachen vor allem in Südeuropa die Verarmung breiter Bevölkerungsteile. Renten- und Lohnkürzungen, Obdachlosigkeit, die Ausweitung des Zeitarbeitssektors und die damit einhergehende Umverteilung von unten nach oben sind nur einige der Folgen.
Anstatt sich in rassistischer Manier über die „Pleite-Griechen“ aufzuregen, müssen wir uns bewusst werden, dass der Wohlstand der Bundesrepublik auch auf der Verschuldung Griechenlands fußt.
Es ist dieselbe kapitalistische Elite, die in Griechenland Sparprogramme durchdrückt, Proteste niederknüppeln lässt und hier in der BRD Hartz IV-Gesetze verschärft. Wie sollen wir dieses System jemals abschaffen können, wenn wir nicht aufhören, uns gegenseitig zu bekämpfen?
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take back the night

Take back the night!
Unter dem Motto Take back the night werden wir am 30. April auf die Straße gehen. Wir nehmen uns in dieser Nacht im Privaten und in der Öffentlichkeit den Raum, der uns im Alltag durch die Angst vor sexualisierten Übergriffen und durch verbale und körperliche Anmachen verwehrt wird.
Wir wollen die Freiheit, uns zu jeder Zeit, an jedem Ort zu bewegen, ohne dabei auch nur widerlich angeglotzt zu werden!
Wir kämpfen für die Freiheit jedes einzelnen Menschen, das Geschlecht selbst zu wählen, sein Begehren frei zu leben und auszusehen wie er_sie will. Keinen Zwang zur Zweigeschlechtlichkeit, weg mit Heteronormativität und der Normierung von Körpern!
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