naziversammlung im wohnzimmer

Be­reits am 30. März ver­an­stal­te­te der NPD Un­ter­be­zirk Ol­den­burg im hei­mi­schen Wohn­zim­mer des brau­nen Rats­herrn Ul­rich Ei­gen­feld seine Jah­res­haupt­ver­samm­lung – na­tür­lich mal wie­der unter Po­li­zei­schutz. Nach der üb­li­chen End­sieg­rhe­to­rik be­schäf­tig­te sich das knap­pe Dut­zend der an­we­sen­den Nazis des da­nie­der­lie­gen­den Ver­ban­des mit der Neu­wahl des Vor­stan­des, wel­che auch keine spek­ta­ku­lä­ren Er­geb­nis­se er­brach­te: Neuer Vor­sit­zen­der ist nun Ul­rich Ei­gen­feld – sein Vor­gän­ger Eck­hard Aden wurde somit nach be­ach­tens­wert kur­zer Amts­zeit zum Stell­ver­tre­ter de­gra­diert. Schatz­meis­ter ist nach wie vor Ste­phan Möl­ler, Micha­el »Holz­lat­te« Meyer und An­dre­as Bö­se­le­ger sind nun Bei­sit­zer des Un­ter­be­zirks-​Vor­stan­des.


Eck­hard Aden, Ul­rich Ei­gen­feld und Ste­phan Möl­ler im Mai 2010 [Quel­le]

Um künf­tig nicht nur durch Fried­hofs­schän­dun­gen, An­grif­fe auf al­te­re Men­schen, ver­such­te Lynch­mor­de und pein­li­che Stadt­rats­auf­trit­te von sich Reden zu ma­chen, will die Ol­den­bur­ger NPD in die­sem Jahr so etwas wie Wahl­kampf für die nie­der­säch­si­sche Land­tags­wahl im Ja­nu­ar 2013 be­trei­ben und im April, Mai und Juni an ins­ge­samt drei Tagen Info­stän­de durch­füh­ren. Die Ers­ten fan­den im Rah­men des ge­flopp­ten bun­des­wei­ten Ak­ti­ons­tag der NPD unter dem Motto »Raus aus dem Euro!« be­reits am letz­ten Sams­tag, dem 21. April statt. Vier NPD`ler, unter ihnen Ei­gen­feld, Aden und der Huder Robin Sud­brink, bau­ten je­weils für etwa eine halbe Stun­de vor zwei Su­per­märk­ten an Aus­fall­stra­ßen der Stadt ihren ran­zi­gen Plas­tik-​Info­stand auf und ver­such­ten den Ol­den­bur­ge­rIn­nen mit ihrem men­schen­ver­ach­ten­den Wirr­warr auf die Ner­ven zu gehen – mit äu­ßerst mäs­si­gem Er­folg.


Da freut sich der Robin: »Reger An­drang« am Info-​Stand der NPD (Foto: face­book)

Quelle: regentied