Fahrt zur Gedenkstätte in Wehnen

Die Alte Pa­tho­lo­gie auf dem Ge­län­de der Karl-​Jas­pers-​Kli­nik im Bad Zwi­schen­ah­ner Orts­teil Weh­nen ist eine Ge­denk-​ und Do­ku­men­ta­ti­ons­stät­te für Opfer der Eu­tha­na­sie im na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Deutsch­land. Lange Zeit galt die da­ma­li­ge „Heil- und Pfle­ge­an­stalt Weh­nen“ als eine der we­ni­gen psych­ia­tri­schen Ein­rich­tun­gen in Deutsch­land, an der keine Eu­tha­na­sie durch­ge­führt wurde. Wäh­rend die Auf­ar­bei­tung zu­nächst von An­ge­hö­ri­gen von Op­fern ge­tra­gen wurde, hat sich 2005 an der Carl von Os­sietz­ky Uni­ver­si­tät ein For­schungs­pro­jekt eta­bliert. Der His­to­ri­ker Ingo Harms hat mit sei­nem Buch „Wat mööt wi hier smach­ten… . Hun­ger­tod und „Eu­tha­na­sie“ in der Heil- und Pfle­ge­an­stalt Weh­nen 1936-​1945“ mit dazu bei­ge­tra­gen die Ver­bre­chen zu ent­ta­bui­sie­ren und damit eine sicht­ba­re und wür­di­ge Er­in­ne­rung an die Opfer zu er­mög­li­chen.

Am 03. Juni um 14.​00 wird Ingo Harms über die Vor­gän­ge in der An­stalt Weh­nen wäh­rend der Zeit des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus be­rich­ten sowie die Ge­denk­stät­te vor­stel­len. Wir wol­len mit dem Fahr­rad vom Al­ham­bra (Her­mann­str. 83) aus nach Weh­nen fah­ren – los geht es pünkt­lich um 13.​00. Bei schlech­tem Wet­ter fah­ren wir mit dem Bus oder mit Autos.