Die Pogrome von Rostock-Lichtenhagen ereigneten sich im August 1992 im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen. Es handelte sich um die massivsten rassistischen Ausschreitungen der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Zum Hintergrund zählt, dass Asylbewerber_innen monatelang ohne ausreichenden Zugang zu sanitären Einrichtungen und Nahrungsmitteln vor der „Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber“ (ZAst) zu kampieren gezwungen waren. Während der Ausschreitungen wurden mehrere hundert rassistische Randalierende von einer Menge von zeitweise bis zu 2.000 teilweise applaudierenden Schaulustigen beobachtet. In der Presse wurden die Ereignisse auch als Pogrom bezeichnet.

Bei den tagelangen Krawallen konzentrierte sich nach dem Abtransport der in der ZAst lebenden Menschen in sichere Unterkünfte die Gewalt auf die Polizei und das in Brand gesetzte benachbarte Wohnhaus, in dem sich 115 Vietnames_innen und ein Fernsehteam aufhielten.

The truth lies in RostockWer Gewalt sät… vom Biedermännern und Brandstiftern